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Kitas noch nicht für alle Kinder wieder offen

Ahlen. Nach inzwischen sieben Wochen stehen alle Familien mit kleinen Kindern, die bisher nicht anspruchsberechtigt sind für eine Kindertagesbetreuung, unter enormem Druck. Die gegenwärtigen Beschränkungen stellen für Kinder unter bildungs- und entwicklungspsychologischen Aspekten einen schweren Einschnitt dar. „Das ist eine enorm angespannte Situation für viele Familien“, weiß auch André Deppe, der im Ahlener Jugendamt für die Organisation der Tagesbetreuung zuständig ist. Entgegen anderslautender Stimmen unter einigen Eltern sei der Regelbetrieb trotz erster Öffnungen noch nicht wieder aufgenommen worden.

Deppe stellt klar: „Wir befinden uns noch immer in der Phase der Notbetreuung.“ Das Infektionsgeschehen habe sich zwar durch radikale Maßnahmen beruhigt, solange aber noch kein Impfstoff entwickelt sei, müsse weiterhin Vorsicht oberstes Gebot bleiben. „Und das bedeutet eben, dass nur die Kinder in die Kita kommen dürfen, für die das Land entsprechende Regelungen getroffen hat.“ Hygiene und Abstand müssten auch und gerade in Einrichtung der Kinderbetreuung gelten - zum Schutz der Kinder und der Beschäftigten.

Nach dem Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder, haben am Donnerstag auch in Ahlen Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege behutsam und schrittweise den Zugang für Kinder aus bestimmten Bereichen erweitert. Seit dem 14. Mai ist in Nordrhein-Westfalen die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen geöffnet für:

  • Vorschulkinder mit einer Anspruchsberechtigung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket,
  • Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von einer wesentlichen Behinderung bedroht sind, und bei denen dies von einem Träger der Eingliederungshilfe festgestellt wurde
  • Kinder, die in Kindertagespflegestellen mit ihrem familiennahen und überschaubaren Betreuungsangebot betreut werden und die ihr zweites Lebensjahr vollendet haben.

In einem weiteren Öffnungsschritt sollen am 28. Mai alle weiteren Vorschulkinder in die Kindertageseinrichtungen aufgenommen werden.

Ziel ist, im Laufe des Monats Juni allen Kindern den Besuch ihrer Einrichtung oder ihrer Kindertagespflegestelle zu ermöglichen. In welchem Umfang dies möglich ist, kann heute nach Auskunft des Landes NRW noch nicht seriös prognostiziert werden. Dies werde fortlaufend vor dem Hintergrund der Entwicklung des Infektionsgeschehens, den Erfahrungen aus den vorangegangenen Schritten und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit den beteiligten Partnern auf Landesebene beraten und entschieden werden.

Es könne also heute nicht die Rede davon sein, dass die Kindergärten wieder für alle Kinder öffnen“, wiederholt André Deppe. Das Betretungsverbot der Einrichtungen ist nur aufgehoben für bestimmte Fallkonstellationen wie systemrelevante Beschäftigung, alleinerziehende Beschäftigte oder wie seit Donnerstag integrativ betreute Kinder und Kinder im letzten Kita-Jahr aus BuT-Familien. Wenn die betroffenen Familien die Notbetreuung wahrnehmen wollen, mögen sie sich bitte mit den Einrichtungen in Verbindung setzen.